Ein Wort ist nie einfach nur ein Wort.

Wusstest du, dass dein Schmerzzentrum nicht zwischen physischer und emotionaler Verletzung unterscheidet?

Wenn dir jemand einen Stich ins Herz versetzt – es tut weh. Seelisch. Emotional. Aber auch körperlich. Es ist real.

Wärst du in diesem Moment an ein Messgerät angeschlossen, würde dein Gehirn eine Aktivität aufweisen, die nicht zu unterscheiden wäre, mit einem rein körperlichen Schmerz.

Ein Unterschied ist aber, dass wir später öfter und scheinbar lieber an emotionale Verletzungen zurück denken und die ganze Bandbreite an Pein (Schmerz) wieder empfinden, während der körperliche Schmerz schnell zu einer Vorstellung verblasst.

Sehr anschaulich finde ich das Beispiel einer Geburt. Die körperlichen Schmerzen spüre ich schon nach wenigen Stunden nicht mehr aktiv, und in den folgenden Monaten empfinde ich kein physisches Echo beim zurückdenken an den Vorgang. Auch wenn ich genau noch weiss, wie der Dammriss brannte und schmerzte und wie ich unter den Wehen am liebsten kotzen wollte – diesen Schmerz spüre ich jetzt nicht mehr.

Gewisse seelische Verletzungen hingegen, die ich in dieser Situation erlebt habe, spüre ich noch ganz genau gleich wie damals.

Zum Beispiel, als die Hebamme mir – nein, meinem Partner! Sie sprach nicht einmal mit mir – bei meiner dritten Geburt sagte, auf schwangere Frauen sollte man nicht hören, die wüssten eh nicht, was gut für sie sei.

Oder als sie mir wider meinem ausdrücklichen Willen die Fruchtblase einfach aufstach – die Geburt dauerte ihr zu lange. Die sofort einsetzende Riesenwehe spüre ich nicht mehr, aber sehr wohl noch die wallende Rage gepaart mit Demütigung und Hilflosigkeit, die ich in dem Moment empfand. (Stichwort Gewalt unter der Geburt.)

Was ich für mich persönlich daraus ziehe, ist dass es unterschiedliche Arten von Traumata gibt, aber dass sie alle auf ähnliche Weise aufgelöst werden wollen.

So wie mich ein körperlicher Schmerz in eine Schonhaltung zwingt, der, bleibt der Schmerz bestehen, die Muskulatur und das Skelett verformt, so gibt es auch seelische Schutzhaltungen.

So wie es für den Körper Schmerzmittel gibt, die uns über den Schmerz hinweg handeln lassen, so gibt es auch für unsere verletzten Gefühle Betäubungsmittel, die uns weiter funktionieren lassen.

Wenn du aber den Anspruch hast, innerlich frei, aufrecht und authentisch zu leben, dann gibt es nur einen Weg dorthin:

Durch den Schmerz hindurch.

Die drei Grundpfeiler meiner Arbeit sind immer:

Wahrnehmung. Bereit sein, zu erkennen, wer du bist.

Akzeptanz. Eine nicht-wertende Haltung einnehmen. Zur Ruhe kommen in dir.

Ausrichtung. Ängste und Sorgen durch Ziele und Vorstellungen ersetzen. Dein neues Ich kreieren.

 

Dies sind die drei Schritte, die ich in all meinen Programmen mit dir zusammen erläutere und durchwandle. Sei es im Tanzworkshop, in meinen Kursen oder im 1:1 Setting.

Nimm mit mir Kontakt auf, wenn du diesen Weg zu dir auch gehen möchtest.

Ob du konkret eine Geschichte aufarbeiten möchtest oder generell mehr Verbundenheit mit deinem innersten Wesen suchst, ich begleite dich mit viel Ruhe, Klarheit und Empathie.

 

Falls du mehr über das Thema lesen möchtest...

Es gibt viele Studien und Artikel, hier zwei, die öffentlich zugänglich sind. (Falls nicht, bitte melden!). 

Quellen:

Eisenberger, N. (2012). Broken Hearts and Broken Bones: A Neural Perspective on the Similarities Between Social and Physical Pain. Current Directions in Psychological Science, 21(1), 42-47. Retrieved from http://www.jstor.org/stable/23213119

 

Carnegie Mellon University. (2012, April 2). How stress influences disease: Study reveals inflammation as the culprit. ScienceDaily. Retrieved May 13, 2019 from www.sciencedaily.com/releases/2012/04/120402162546.htm